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2. April 2009

Nachtbus Pilotprojekt im Regionalverband Saarbrücken startet am 3. April

Ab April werden auch im Stadtverband Saarbrücken sog. Nachtbusse fahren. Ein entsprechender Verkehrsvertrag wurde heute von Minister Klaus Meiser und Rainer Ziebold vom Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr (Stadtverband Saarbrücken) im Innenministerium unterzeichnet. Gemeinsam mit Raimund Linxweiler, Geschäftsführer der Verkehrsverbund-Gesellschaft Saar mbH stellten sie das Projekt am 18. März in einer Pressekonferenz vor. 

Zwischen 00:00 Uhr und 06:00 stehen in Zukunft sieben Buslinien zur Verfügung, die alle Gemeinden im Ballungsraum Saarbrücken anfahren und Nachtschwärmern somit einen sicheren Heimweg gewährleisten sollen. Zentrale Haltestelle ist das Rathaus Saarbrücken, von dem aus die Busse starten.

Drei weitere Sammelhaltestellen befinden sich an zentralen Orten des Nachtlebens: den Diskotheken „Garage“, KuFa“ und Eishaus“. „Das Konzept der Sammelhaltestellen wurde unter dem Aspekt entworfen, dass die Jugendlichen so nicht längere Zeit alleine im Dunklen warten müssen, schmälert also die Gefahr eines Angriffs“, erklärte der Innenminister. Meiser betonte vor allem den präventiven Aspekt der Neueinrichtung: Man verspräche sich von dem Projekt, dass weniger Jugendliche der Versuchung erlägen alkoholisiert Auto zu fahren und damit sich und andere zu gefährden. Ein Taxi nach Hause kann sich nur ein Teil der jungen Leute leisten.

 „Das Ausgehverhalten der Jugendlichen hat sich dahingehend verändert, dass ein Großteil erst um Mitternacht aufbricht. Dementsprechend verschiebt sich auch die Heimfahrt nach hinten. Dadurch ist eine Lücke in der Versorgung durch den Personennahverkehr entstanden. Vor diesem Hintergrund haben wir den Vorschlag des Innenministeriums gerne aufgegriffen und gemeinsam umgesetzt“, erläutert Rainer Ziebold. Er sieht auch in ökologischer Hinsicht einen Profit: „Je mehr Personen auf den öffentlichen Nachverkehr umsteigen, umso weniger wird die Umwelt geschädigt.“

Das Nachtbuskonzept ist vorerst für die Frist eines Jahres angelegt, in dieser Zeit übernimmt das Innenministerium die Finanzierung. „Wir prüfen, ob und in welchem Ausmaß das Angebot angenommen wird“, so Klaus Meiser. „Durch ihre Nutzung entscheiden die Jugendlichen im Prinzip selbst, ob das Projekt nach zwölf Monaten weiterläuft.“ Ca. 10.000 Euro im Monat investiert das Ministerium für Inneres und Sport in den Nachbusbetrieb. Meiser: „Die möglichen positiven Auswirkungen, die wir uns von dem Konzept versprechen, sind es uns wert, diesen Betrag während der Testphase einzusetzen.“

Das Pilotprojekt startet am Wochenende 3./4. April. Bestehende Nachtverkehre in Saarbrücken bleiben davon unberührt.

Die Informationsbroschüre „Nachtbusse im saarVV“ steht unter dem Menüpunkt Service, unter der Rubrik Broschüren zum Download bereit.


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