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18. April 2008

Schienenverkehr in der Pfalz und auf der Strecke Pirmasens – Saarbrücken wird attraktiver

Europaweite Ausschreibung des Nahverkehrs erfolgreich – Verkehrsvertrag feierlich unterzeichnet

643TalentLautereckenGrumbachAb dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 erfährt der Schienenverkehr in der Westpfalz und auf der Strecke Pirmasens – Saarbrücken eine deutliche Qualitätssteigerung: Mit verbesserten Fahrplänen und durchweg modernen Fahrzeugen wird das Umsteigen vom Auto in die Bahn künftig noch attraktiver“, erklärt Dr. Winfried Hirschberger, Vorsteher des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) mit Sitz in Kaiserslautern.

Im Jahr 2006 wurden, unter Federführung des ZSPNV Süd, die Betriebsleistungen der meisten Schienenstrecken im Bereich der West- und Südpfalz in einem europaweiten, offenen Verfahren ausgeschrieben. Nach Auswertung der Angebote konnte der Auftrag für eines der, zu diesem Zeitpunkt größten deutschlandweiten SPNV-Vergabeverfahren (5,6 Mio. Zug-km/Jahr), an die DB Regio AG vergeben werden. Aufgabenträger bzw. Kooperationspartner sind der ZSPNV Süd, die Länder Baden-Württemberg und Saarland sowie die Région Alsace für den Streckenabschnitt Landesgrenze – Lauterbourg südlich von Wörth.

Die heutige Vertragsunterzeichnung ist eine wichtige Zukunftssicherung für den Rheinland-Pfalz-Takt im Bereich der West- und Südpfalz sowie für die Strecke von Pirmasens über Zweibrücken nach Saarbrücken. Die Regionalbahnangebote sind nun bis mindestens 2023 gewährleistet.“, macht Dr. Hirschberger deutlich. Der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Dr. Carsten Kühl betonte, gerade vor dem Hintergrund der gekürzten Regionalisierungsmittel seien günstige Ausschreibungsergebnisse notwendig. Dies sei mit dem Ergebnis der Ausschreibung für das West- und das Südpfalznetz gelungen.

Die Landesregierung wird auch in Zukunft auf Wettbewerb setzen“, unterstrich Kühl. Staatssekretär Albert Hettrich vom Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes kündigte an, dass ab dem Jahr 2009 mit dem neuen Haltepunkt Homburg-Einöd zusätzliche Fahrgäste die Angebote auf der landesgrenzenüberschreitende Strecken nutzen können.

Neben deutlichen Einsparungen im Zuschussbedarf für die Aufgabenträger, werden sich die Qualität und der Service für die Kunden deutlich verbessern. Der Einsatz von modernen Fahrzeugen, die Einrichtung neuer Haltepunkte sowie neue Fahrkartenautomaten machen das Nahverkehrsangebot noch attraktiver. Weiterer Pluspunkt für die Fahrgäste ist beispielsweise eine 100%ige Zugbegleiterquote ab 19:00 Uhr in allen Zügen, d. h. hierdurch wird die Sicherheit der Fahrgäste erheblich gesteigert.

Ausgeschriebenes Streckennetz

Das Streckennetz in der West- und Südpfalz wurde in zwei Losen ausgeschrieben:
Dem Westpfalznetz sind folgende Strecken zugeordnet:

  • Bingen – Bad Kreuznach – Kaiserslautern – Pirmasens
  • Kaiserslautern – Lauterecken-Grumbach
  • Kaiserslautern – Landstuhl – Kusel und
  • Pirmasens Hbf. – Saarbrücken

Zwei Strecken des Westpfalznetzes wurden in der Vergangenheit bereits einmal europaweit ausgeschrieben: Die Strecke Kaiserslautern – Kusel wird seit dem Jahr 2000 von der trans regio betrieben, die Strecke Bingen – Pirmasens durch die DB Regio AG. Alle übrigen Strecken werden derzeit ebenfalls durch die DB Regio AG bedient. Die Betriebsaufnahme des Westpfalznetzes erfolgt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008.

Zum Südpfalznetz gehören folgende Bahnlinien:

Neustadt – Landau – Wörth – Karlsruhe (Regionalbahn)

  • Neustadt – Winden – Wissembourg
  • Winden – Bad Bergzabern
  • Wörth – Lauterbourg
  • Landau – Pirmasens Hbf.
  • Hinterweidenthal – Bundenthal (Ausflugsverkehr an Sonn- und Feiertagen)

Die Betriebsaufnahme des Südpfalznetzes erfolgt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010..


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